Amokschütze

 

 

Der Amokschütze,
mit seinen 17 Jahren,
wusste danach eigentlich nicht mehr
was er wirklich wollte.
Und am Ende,
ist er wieder ganz ruhig,
während alles um ihn herum
wie wild durcheinander läuft.
Eines weiß er dennoch genau -
er wollte es ihnen zeigen.
Doch dann -
war es Rache,
oder Angst ?
Viele der Herumstehenden sind betroffen.
So viel Brutalität!
Er wird abgeführt!

Was war los mit Diesem?
Er ist ja fast noch ein Kind!
Nein - hier gibt es keine Erklärung.
Er ist gesund, rein äußerlich,
sicher psychisch angeschlagen.
Es kann nicht anders sein,
krank, was sonst!

Irgendwoher kommt leise Musik,
als wäre nichts geschehen.
Und davor ?
Vieles wiederholt sich immer und immer wieder!
Ein kleiner Junge sitzt wie gebannt vor dem Bildschirm,
viel zu klein für solch eine Szene,
sollte man meinen.
Von hinten kommt jemand und sagt:
„Kleiner, das ist nur im Fernsehen, hast du gehört?“
Er nickt mit dem Köpfchen, versteht es aber nicht.
Er kann es nicht verstehen.
In seinem Entwicklungsstadium kann er Phantasie
und Wirklichkeit nicht klar trennen.
Er gräbt seine Finger tief in die Polster.
Den in kürzester Zeit gewonnenen Freund am Bildschirm
was ihm da zugefügt wird, ist sein eigenes Erleben.

Was habt ihr getan?
Ihr habt meine Träume geschleift, zerstückelt,
das wertvollste, was ich besitze,
zerrissen und massakriert!
Ihr – ja – Ihr!
Er ist krank, sagt man.
Nein!
Die Gesellschaft ist krank!
Er hat nur das getan,
was Ihr ihm gezeigt habt.